Zum Volkstrauertag
Am gestrigen Volkstrauertag wurden in den Achimer Ortsteilen Gedenkfeierstunden und Kranniederlegungen durchgeführt. Hier lesen Sie die Grußworte des stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsausschusses Baden, Christian Petritzki, die dieser bei der Feierstunde am Badener Ehrenmal sprach:
"Liebe Anwesende,
im Namen des Ortsausschusses Baden danke ich Ihnen und Euch, dass Ihr gekommen seid, um den heutigen Volkstrauertag mit dieser kleinen Feierstunde zu begehen. An diesem staatlichen Gedenktag wird an die Millionen von Kriegstoten und Opfern der Gewaltherrschaft aller Nationen erinnert und werden die für uns Menschen unentbehrliche Versöhnung, Verständigung und den Frieden angemahnt.
Obwohl dieser Volkstrauertag schon seit 1950 jedes Jahr in der Bundesrepublik begangen wird, hat er an Aktualität nichts verloren. Immer wieder lodern auf dieser Welt Kriege auf und Menschen sterben oder müssen unendliches Leid ertragen.
Lange Jahre nach dem schrecklichen letzten Weltkrieg sind wir in der Bundesrepublik von diesen Schicksalen verschont geblieben. Aber seit dem Afganistaneinsatz der Bundeswehr hat die kriegerische Handlung auch in unseren Reihen Tote, Verwundete und viel Leid bei den Betroffenen hinterlassen.
Wenn in jüngster Zeit wieder von einem angeblich notwendigen Präventivschlag gegen Menschen im Iran die Rede ist, sollten wir unbeirrbar wegen der zu erwartenden Opfer daran festhalten, dass Krieg und Vernichtung des anderen nicht das einzige Mittel zur Veränderung und Lösung von zwischenmenschlichen Problemen sind.
Wenn das Sterben von Millionen von Menschen und das Leiden von Millionen von Opfern in den Kriegen einen Sinn haben soll, dann ist es der Aufruf an uns, durch Worte und Taten Frieden zu bewahren.
Abschließend erinnere ich an die passenden Worte von Horst Köhler in seiner Rede zum Volkstrauertag am 15.11.2009: "Wenn es überall auf der Welt mehr gegenseitiges Vertrauen und Engagement von Jung und Alt gebe, dann hätte die Menschheit eine Chance, den Teufelskreis immer neuer Kriege und bewaffneter Konflikte endlich zu durchbrechen."

